Wenn die Heizung gluckert: So entlüften Sie richtig und sparen Energie
Für die Vorbereitung brauchen Sie: einen Spachtel, eine Drahtbürste oder einen Fugenschneider, einen Pinsel oder Staubsauger sowie geeignete Spachtelmasse. Als Faustregel gilt: Für feine Risse bis etwa zwei Millimeter Breite verwenden Sie eine flexible Acryl- oder Fassadenspachtelmasse, die sich bei Temperaturschwankungen mitbewegt. Für breitere Risse und solche, die bis ins Mauerwerk reichen, nehmen Sie eine mineralische Reparaturspachtelung, die auch in dickeren Schichten aufgetragen werden kann. Wichtig ist, dass alle Produkte für den Außenbereich geeignet sind und dem Untergrund entsprechen – dies steht auf der Verpackung, die Sie sorgfältig lesen sollten.
Nach der Entlüftung prüfen Sie, ob alle Heizkörper gleichmäßig warm werden. Fühlen Sie die Oberfläche von oben bis unten – sie sollte überall ähnliche Temperaturen aufweisen. Falls einzelne Bereiche kalt bleiben, wiederholen Sie den Vorgang nach einigen Stunden. Eine regelmäßige Kontrolle, etwa einmal im Jahr, beugt Problemen vor und hält den Verbrauch dauerhaft niedrig. Wer die Entlüftung in den eigenen vier Wänden beherrscht, spart nicht nur Energie, sondern auch unnötige Handwerkertermine. Die benötigten Werkzeuge sind in jedem Baumarkt erhältlich und kosten wenig – die Ersparnis durch den reduzierten Heizbedarf macht sich bereits nach wenigen Wochen bemerkbar.
Vertikale Gärten verwandeln kahle Innenraumwände in lebendige grüne Oasen. Doch wer einfach wahllos Pflanzen in Wandregale stellt oder ein fertiges Pflanzsystem anbringt, erlebt oft ein schnelles Scheitern: Staunässe, fallende Erde oder Pflanzen, die in der falschen Lichtzone verkümmern. Damit aus der grünen Wand kein Ärgernis wird, braucht es eine konsequente Planung. Entscheidend sind drei Fragen: Was wächst wo? Wie kommt das Wasser hin? Und wie bleibt die Konstruktion stabil?
Öffnen Sie das Entlüftungsventil vorsichtig mit einem passenden Vierkantschlüssel – ein normaler Schraubendreher passt meist nicht. Drehen Sie das Ventil langsam gegen den Uhrzeigersinn. Zunächst entweicht die Luft mit einem zischenden Geräusch. Sobald ein gleichmäßiger Wasserstrahl austritt, schließen Sie das Ventil wieder. Wichtig ist, dass Sie nicht zu weit aufdrehen, da das Ventil sonst beschädigt werden kann. Kontrollieren Sie anschließend den Druck in der Heizungsanlage. Bei vielen Systemen liegt der Sollwert zwischen 1,0 und 1,5 bar – der genaue Wert steht in der Bedienungsanleitung oder am Manometer. Liegt der Druck zu niedrig, füllen Sie vorsichtig Wasser nach. Beachten Sie dabei, dass zu viel Druck ebenfalls schädlich ist und die Anlage unnötig belastet.
Bevor Sie sich für ein System entscheiden, messen Sie die Wand exakt aus und prüfen Sie ihre Beschaffenheit. Eine massive Betonwand trägt schwere Kästen problemlos, eine Trockenbauwand dagegen nur mit speziellen Dübeln oder einem vorgesetzten Rahmen. Ein häufiger Fehler ist, das Gewicht zu unterschätzen: Feuchtes Substrat wiegt schnell mehrere Kilogramm pro Quadratmeter, und je höher die Pflanzebene liegt, desto größer wird die Hebelwirkung. Planen Sie deshalb immer eine Unterkonstruktion, die vom Boden ausgeht oder fest mit der Wand verschraubt ist. Zwischen Wand und Pflanzgefäß sollte eine Abstandsschicht aus dünnem Holz oder Kunststoff sitzen, damit Feuchtigkeit nicht direkt auf die Wände einwirkt.
Nach dem Spachteln und Schleifen sollten Sie die reparierte Stelle nicht sofort streichen. Die Spachtelmasse braucht ihre volle Aushärtezeit, sonst kann die Farbe Blasen werfen. Grundieren Sie die Stelle anschließend mit einer Fassadengrundierung, bevor Sie die Schlussfarbe auftragen. So gleicht sich das Saugverhalten des Fassadenputzes an und die Farbe deckt gleichmäßig. Kontrollieren Sie Ihre Arbeit am besten nach ein paar Tagen: Wenn sich Haarrisse an der Spachtelstelle bilden, haben Sie entweder zu dick aufgetragen oder die falsche Masse verwendet. Dann hilft nur, die Stelle erneut aufzunehmen und mit einer flexibleren Masse zu arbeiten.
Bei der Pflege kommt es auf die Regelmäßigkeit an. Gießen Sie nicht nach Kalender, sondern prüfen Sie die Feuchtigkeit mit dem Finger: Die oberste Substratschicht darf abtrocknen, aber darunter sollte stets leicht feucht sein. In der Heizperiode ist die Luft oft trocken; besprühen Sie die Blätter gelegentlich mit kalkarmem Wasser. Etwa alle acht Wochen geben Sie einen organischen Flüssigdünger, der in der angegebenen Konzentration halbiert wird, denn die meisten Zimmerpflanzen reagieren empfindlich auf Überdüngung. Schneiden Sie zurück, sobald Triebe über die Behälterränder hinauswachsen – das hält die Wand in Form und fördert kompaktes Wachstum.
Die Montage beginnt mit dem Anzeichnen: Schiene an die Wand halten, waagerecht ausrichten – eine Wasserwaage ist Pflicht – und die Bohrpunkte mit einem Bleistift markieren. Abstand von der Decke: mindestens 5 cm, besser 10 cm, damit die Schiene später nicht an der Wand schleift. Beim Bohren in Gipskarton darf man nicht mit voller Kraft drücken; die Bohrmaschine sollte auf niedrige Drehzahl eingestellt sein. Ein Holzbohrer mit 8 mm Durchmesser eignet sich für das Dübelloch, anschließend wird mit 10 mm aufgebohrt, falls der Dübel es verlangt. Staub entsteht trotzdem – eine Staubschutzmaske und ein Staubsauger in der Nähe ersparen späteres Putzen.